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Militärmuseum Brandenburg - Preussen
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Zeitliche ErstreckungDas Museum soll im Kern einen umfassenden Überblick über die brandenburgisch-preußische Militärgeschichte im Kurfürstentum, im Königreich Preußen und im deutschen Kaiserreich vom 17. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert ermöglichen. Dem Interesse der Besucher und auch der Bedeutung für die brandenburgisch-preußische Militärgeschichte folgend soll dabei besonders der Darstellung der friderizianischen Armee des 18. Jh. und der preußischen Armee des 19. Jahrhunderts Raum gegeben werden. Einleitend soll auch die frühe Militärgeschichte der Mark Brandenburg und des preußischen Ordensstaates beleuchtet werden. Im 20. Jahrhundert soll die preußische Tradition bis in die deutschen Streitkräfte nach 1945 verfolgt und kritisch dargestellt werden. So stellt das Museum im Kern die Zeit von 1640 (Beginn der Regierung Friedrich Wilhelms) bis 1918 (Ende des Königreichs Preußen) dar. Mit Berücksichtigung der angesprochenen Zeiträume und Themenbereiche vor 1640 und nach 1918 wird ein Zeitraum von 1134 (Belehnung Albrechts I. des Bären) bis 1918 abgedeckt. Einzelaspekte und grundsätzliche Fragen der Militärgeschichte sollen bis in die Gegenwart verfolgt werden können.
Räumliche ErstreckungDie Darstellung der brandenburgisch-preußischen Militärgeschichte soll sich im Kern auf das Gebiet der Mark Brandenburg und im weiteren Verlauf auf das Königreich Preußen beschränken. In Exkursen bietet sich zu den jeweiligen Zeitabschnitten auch eine Betrachtung der überseeischen Besitzungen im 17. Jh. und des „Reichslandes Elsass-Lothringens“ nach 1871 an. Über den Raum Brandenburg-Preußen hinaus sollen im jeweiligen Zeitzusammenhang die Einbindung in europäische Maßstäbe und Auswirkungen auf außereuropäische Staaten deutlich werden.
Bild der MilitärgeschichteDas Museum soll nicht das Bild einer eigenständigen Militärgeschichte darstellen, sondern durchaus Beziehungen zur brandenburgisch-preußischen Geschichte aufnehmen. Dies allerdings immer mit Schwerpunkt „Militär“ und militärische Entwicklung, um auch hier die Abgrenzung und Spezialisierung im Vergleich zu anderen historischen Museen zu wahren und überschaubar zu bleiben
Dimensionen und LeitfragenNeben Grundlagen und Entwicklungsprozessen in chronologischer Perspektive sollen auch typische Ereignisse und Lebenssituationen in den verschiedenen Epochen verdeutlicht werden. Dabei sollen die Lebenswelten der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaftssoldaten zeittypisch sozialgeschichtlich dargestellt werden. Auch Zivilpersonen sollen in ihren Beziehungen und ihrer Stellung zum Militär am Rande dargestellt werden. Folgende Leitfragen sollten über die gesamte Ausstellung hinweg nachvollziehbar sein:
PräsentationEine ansprechende Darstellung von Inhalten kann nur durch eine ausreichend große Zahl von Exponaten einer Sammlung erreicht werden. Daher ist es eine vorrangige Aufgabe für das Projekt einer epochenübergreifenden Darstellung, auch für jede Epoche aussagekräftige und beispielhafte Exponate auszustellen. Wo diese nicht ausreichend verfügbar sind, sollen als Ausnahme Repliken, Leihgaben und Hilfsmittel der visuellen Darstellung Lücken schließen. Hier soll dann auch der Schwerpunkt der weiteren sammlerischen Tätigkeiten des Museums liegen.
Forschung
Das Museum sollte über eine Bibliothek und ein Archiv verfügen; zunächst vorrangig um Schriftgut aufzunehmen. In der Zukunft soll dann, in Verbindung zu anerkannten Bildungseinrichtungen und Instituten, Raum für Forschung in Bezug auf die brandenburgisch-preußische Militärgeschichte und den zweckmäßigen Ausbau der Ausstellung gegeben werden.
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