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Militärmuseum Brandenburg - Preussen

 

 
Konzeption Grundstruktur Pädagogik und Öffentlichkeitsarbeit
 

 

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Konzeption für das Militärmuseum Brandenburg-Preussen

Zielsetzung Zeitliche Erstreckung |  Räumliche Erstreckung | Bild der Militärgeschichte

|Dimensionen und Leitfragen | Präsentation Forschung

Zielsetzung

Grundsätzlich soll das Museum ein Ort der Besinnung und der Erkenntnis durch historische Erinnerung sein. Es soll informieren, zu Fragen und zur kritischen Auseinandersetzung mit der brandenburgisch-preußischen Militärgeschichte anregen. Es soll Antworten auf diese Fragen anbieten und so zum Verständnis der Zusammenhänge und historischen Entwicklungslinien beitragen. Dem Besucher soll ein Überblick über die brandenburgisch-preußische Militärgeschichte präsentiert werden, der chronologisch geordnet ist. Hierbei sollen sowohl gesellschaftspolitische Strömungen als auch technische Entwicklungen in Beziehung zur Militärgeschichte gesetzt und reflektiert werden. Ausgewogen und ohne Pathos soll die Beziehung von Gesellschaft, Politik und Militär so dargestellt werden, dass die Ausstellung auch Antworten auf Fragen der gegenwärtigen Gesellschaft an die Geschichte geben kann. Die technische Entwicklung und Erfolge der Kriegführung sollen dabei in keiner Epoche die eingehend zu betrachtende innen- und außenpolitische Bedeutung der militärischen Entwicklung des brandenburgisch-preußischen Staates verdecken, sondern sie erklärend und ergänzend abrunden.

Wappenschild,Bronze, derer von Moltke

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Zeitliche Erstreckung

Das Museum soll im Kern einen umfassenden Überblick über die brandenburgisch-preußische Militärgeschichte im Kurfürstentum, im Königreich Preußen und im deutschen Kaiserreich vom 17. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert ermöglichen. Dem Interesse der Besucher und auch der Bedeutung für die brandenburgisch-preußische Militärgeschichte folgend soll dabei besonders der Darstellung der friderizianischen Armee des 18. Jh. und der preußischen Armee des 19. Jahrhunderts Raum gegeben werden. Einleitend soll auch die frühe Militärgeschichte der Mark Brandenburg und des preußischen Ordensstaates beleuchtet werden. Im 20. Jahrhundert soll die preußische Tradition bis in die deutschen Streitkräfte nach 1945 verfolgt und kritisch dargestellt werden. So stellt das Museum im Kern die Zeit von 1640 (Beginn der Regierung Friedrich Wilhelms) bis 1918 (Ende des Königreichs Preußen) dar. Mit Berücksichtigung der angesprochenen Zeiträume und Themenbereiche vor 1640 und nach 1918 wird ein Zeitraum von 1134 (Belehnung Albrechts I. des Bären) bis 1918 abgedeckt. Einzelaspekte und grundsätzliche Fragen der Militärgeschichte sollen bis in die Gegenwart verfolgt werden können.

Kaiserstandarte

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Räumliche Erstreckung

Die Darstellung der brandenburgisch-preußischen Militärgeschichte soll sich im Kern auf das Gebiet der Mark Brandenburg und im weiteren Verlauf auf das Königreich Preußen beschränken. In Exkursen bietet sich zu den jeweiligen Zeitabschnitten auch eine Betrachtung der überseeischen Besitzungen im 17. Jh. und des „Reichslandes Elsass-Lothringens“ nach 1871 an. Über den Raum Brandenburg-Preußen hinaus sollen im jeweiligen Zeitzusammenhang die Einbindung in europäische Maßstäbe und Auswirkungen auf außereuropäische Staaten deutlich werden.

 

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Bild der Militärgeschichte

Das Museum soll nicht das Bild einer eigenständigen Militärgeschichte darstellen, sondern durchaus Beziehungen zur brandenburgisch-preußischen Geschichte aufnehmen. Dies allerdings immer mit Schwerpunkt „Militär“ und militärische Entwicklung, um auch hier die Abgrenzung und Spezialisierung im Vergleich zu anderen historischen Museen zu wahren und überschaubar zu bleiben

 

Blüchersäbel

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Dimensionen und Leitfragen

Neben Grundlagen und Entwicklungsprozessen in chronologischer Perspektive sollen auch typische Ereignisse und Lebenssituationen in den verschiedenen Epochen verdeutlicht werden. Dabei sollen die Lebenswelten der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaftssoldaten zeittypisch sozialgeschichtlich dargestellt werden. Auch Zivilpersonen sollen in ihren Beziehungen und ihrer Stellung zum Militär am Rande dargestellt werden. Folgende Leitfragen sollten über die gesamte Ausstellung hinweg nachvollziehbar sein:

  • Die Rolle des Militärs bei der staatlichen Entwicklung unter besonderer Betrachtung der Entwicklung des stehenden Heeres in Brandenburg und Preußen
  • Die jeweilige Stellung und gesellschaftliche Bedeutung des Militärs im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Gruppen
  • Einfluss und Machtgefälle in der Beziehung von Politik und Militär unter besonderer Betrachtung des Themas "Militarisierung von Gesellschaft und Politik"
  • Die ethisch-moralische Orientierung des preußischen Militärs und die Freiheit im Gehorsam
  • Die Entwicklung von Uniformen, Ausrüstung und Militärtechnik
  • Die Entwicklung von Taktik und Strategie in Beziehung zur technischen und gesellschaftlichen Entwicklung
  • Die sich verändernden Strukturen und Organisationen des Militärwesens in verschiedenen Epochen und im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt

Reservistenflasche, Erstes Garde-Regiment zu Fuß

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Präsentation

Eine ansprechende Darstellung von Inhalten kann nur durch eine ausreichend große Zahl von Exponaten einer Sammlung erreicht werden. Daher ist es eine vorrangige Aufgabe für das Projekt einer epochenübergreifenden Darstellung, auch für jede Epoche aussagekräftige und beispielhafte Exponate auszustellen. Wo diese nicht ausreichend verfügbar sind, sollen als Ausnahme Repliken, Leihgaben und Hilfsmittel der visuellen Darstellung Lücken schließen. Hier soll dann auch der Schwerpunkt der weiteren sammlerischen Tätigkeiten des Museums liegen.

EK 1, Erster Weltkrieg

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Forschung

 

Das Museum sollte über eine Bibliothek und ein Archiv verfügen; zunächst vorrangig um Schriftgut aufzunehmen. In der Zukunft soll dann, in Verbindung zu anerkannten Bildungseinrichtungen und Instituten, Raum für Forschung in Bezug auf die brandenburgisch-preußische Militärgeschichte und den zweckmäßigen Ausbau der Ausstellung gegeben werden.

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